19. November 1964Militärische Begegnung
Radar-NachweisUSO (Unidentifiziertes Unterwasserobjekt)

Atlantik: USS Gyatt ortet delta-förmiges UAP

Am 19. November 1964 ortete die USS Gyatt nördlich von Puerto Rico ein deltaförmiges Objekt. Ein F-8-Pilot verfolgte es vergeblich; er schätzte die Geschwindigkeit auf über Mach 3, das Schiffsradar maß 3.800 Knoten über 21 Minuten.

Datum
19. November 1964
Ort / Land
Typ
Militärische Begegnung

Hintergrund

Vorfall

Am 19. November 1964 um 21:00 Uhr registrierte die USS Gyatt, ein Zerstörer bei Manövern im Atlantik rund 220 Meilen nordwestlich Puerto Ricos, ein Objekt, das vom Nordosten auf die Insel zuhielt. Frühere Radardetektionen vom 16.–18. November zeigten ähnliche Unregelmäßigkeiten, ohne bekannte Flugzeuge in der Zone.

Verfolgung

Die Gyatt alarmierte die Roosevelt Roads Naval Station in Ceiba, Puerto Rico. Diese rief Lt. Cmdr. K. H. Woodsbury, Piloten einer F-8C der Utility Squadron Eight in 30.000 Fuß Höhe. Er beobachtete ein dreieckiges Objekt, groß wie ein Kampfflugzeug, dunkelgrau oder schwarz, ohne Streifen oder Lichter, außer einem Heckleuchten bei Tempoanstieg. Woodsbury verfolgte es erfolglos.

Manöver und Leistung

Das Ziel vollführte einen weiten Rechtsbogen und stieg mit 18°–20° durch 50.000 Fuß im Überschallbereich davon. T. D. Fosdick, Staffelkommandant, urteilte: Keine plausible Erklärung für Tempo, Steigerung, Höhenfähigkeit und Bremsvermögen. Das SPS-49-Radar wurde kurzzeitig gestört. Ein letzter Kontakt ereignete sich am 24. November.

Was die CIA-Akten dazu festhalten

Die 2026 freigegebenen CIA-Unterlagen CIA-UAP-D022 und CIA-UAP-D023 nennen konkretere Zahlen als die bisherige Überlieferung. Der Pilot der F-8 Crusader beschrieb das Objekt als „delta-shaped, about the size of a jet fighter" und schätzte die Geschwindigkeit auf mehr als Mach 3. Das AN/SPS-49-Radar an Bord der Gyatt verfolgte den Kontakt über 21 Minuten mit mehr als 3.800 Knoten, also rund 4.373 Meilen pro Stunde. Die Gyatt hielt die Radaranzeige zusätzlich filmisch fest. In der Nacht herrschte Vollmond bei guter Sicht.

Am 24. November erfasste der Atlantic Fleet Weapons Range erneut ein schnelles Ziel in großer Höhe, das sich zügig von einer weiteren Crusader absetzte, die zu diesem Zeitpunkt mit Mach 0,99 in 45.000 Fuß flog.

Zur Deutung: Der Assistant Director for Scientific Intelligence hielt einen Zusammenhang mit fremder Aufklärung für denkbar und verwies auf die laufenden Raketentests im Atlantic Fleet Weapons Range als lohnendes Ziel. Eigene Versuchsflugzeuge wie die YF-12A OXCART schlossen beide beteiligten CIA-Stellen aus. Das Office of Naval Intelligence hatte keine weiteren Erkenntnisse; die CIA bat, über ähnliche Vorfälle künftig unterrichtet zu werden.

Bedeutung

Der Fall verbindet einen Sichtkontakt mit einer Radarmessung, einer filmischen Aufzeichnung der Radaranzeige und einem dokumentierten behördlichen Abwägen möglicher Erklärungen. Die Angaben stammen aus den Quellen und sind keine eigene Feststellung von From Beyond Space.