UN-Sonderausschuss hört UFO-Sachverständige auf Antrag Grenadas
Am 27. November 1978 beriet der Sonderausschuss für Politik der UN-Generalversammlung über Grenadas Antrag auf eine UN-Stelle für UFO-Forschung. Premierminister Eric Gairy brachte einen Resolutionsentwurf ein, J. Allen Hynek und Jacques Vallée sprachen als Sachverständige. Die Beratungen mündeten am 18. Dezember 1978 in den Beschluss 33/426 der Generalversammlung.
Hintergrund
Anhörung
Am 27. November 1978 befasste sich der Sonderausschuss für Politik der UN-Generalversammlung in seiner 35. und 36. Sitzung mit Grenadas Antrag, eine UN-Stelle für die Erforschung unidentifizierter Flugobjekte einzurichten (Tagesordnungspunkt 126). Premierminister Eric Gairy brachte dazu einen Resolutionsentwurf ein.
Sachverständige
Auf Einladung der grenadischen Delegation sprach J. Allen Hynek über die wissenschaftliche Seite des Phänomens und verwies dabei auch auf die Untersuchungen der französischen GEPAN unter Claude Poher. Jacques Vallée übernahm die soziologischen und politischen Aspekte. Nach Dolans Darstellung traten außerdem Stanton Friedman und Lieutenant Colonel Lawrence Coyne auf. Astronaut Gordon Cooper unterstützte die Initiative und berichtete von metallischen, untertassenförmigen Flugkörpern, die er 1951 über Deutschland gesehen habe.
Vorgeschichte
Bereits am 14. Juli 1978 waren Gairy, Hynek, Vallée, Poher und Cooper mit UN-Generalsekretär Kurt Waldheim zusammengetroffen.
Ergebnis
Grenadas Entwurf wurde nicht zur Abstimmung gestellt. Auf Empfehlung des Ausschusses nahm die Generalversammlung am 18. Dezember 1978 den Beschluss 33/426 an. Er schuf keine UN-Behörde, sondern lud interessierte Mitgliedstaaten ein, ihre Forschung national zu koordinieren und dem Generalsekretär zu berichten. Grenadas Unterlagen sollten dem Weltraumausschuss COPUOS vorgelegt werden. Nach Gairys Sturz im März 1979 verlief die Initiative im Sand.