US Navy verweigert Black Vault alle UAP-Videos
Am 8. September 2022 machte The Black Vault öffentlich, dass die US Navy die Herausgabe sämtlicher UAP-Videos verweigert. Laut dem am 11. Juli 2022 eingegangenen Ablehnungsschreiben sind die Aufnahmen nach dem Einstufungsleitfaden der UAP Task Force vollständig klassifiziert und von jeder Freigabe ausgenommen.
Hintergrund
Ablehnung
Am 8. September 2022 machte John Greenewald auf The Black Vault öffentlich, dass das Department of the Navy die Herausgabe sämtlicher Videos mit Bezug zu Unidentified Aerial Phenomena verweigert. Das Ablehnungsschreiben zum FOIA-Antrag DON-NAVY-2022-010360 war am 11. Juli 2022 eingegangen. Unterzeichnet hatte es Gary Cason, stellvertretender Leiter des FOIA/PA-Programmbüros der Navy.
Begründung
Die Navy berief sich auf die Ausnahme nach 5 U.S.C. § 552 (b)(1), die Executive Order 13526 und den Einstufungsleitfaden der UAP Task Force. Die Aufnahmen seien vollständig klassifiziert, ihre Freigabe würde Gegnern Fähigkeiten und Schwachstellen offenlegen. Anders als bei den drei im April 2020 veröffentlichten Videos ließen sich die Informationen nicht für eine teilweise Freigabe abtrennen.
Vorgeschichte
Greenewald hatte die Videos seit April 2020 mit mehreren Anträgen beim Naval Air Systems Command, beim Office of Naval Intelligence und schließlich beim Büro des Chief of Naval Operations verlangt. Nach 17 Monaten Verzögerung beim ONI wurde der Antrag an N2/N6 weitergeleitet, wo die Ablehnung nach rund zwei Monaten erging.
Bedeutung
Die Antwort zeigt, wie eng der Zugang zu militärischen UAP-Aufnahmen auch nach der offiziellen Freigabe der drei Navy-Videos im April 2020 blieb.